11 Tipps, wie man kostenlos mehr Besucher auf die eigene Website lockt

Hat man eine Website, möchte man logischerweise auf diese  aufmerksam machen (Foto: Ryan McGuire, www.gratisography.com)

Es gibt viele Gründe, die Bekanntheit der eigenen Website steigern zu wollen: Die Besucherzahlen einer länger bestehenden Website bleiben hinter den eigenen Erwartungen. Oder auch wenn eine Website erst neu online gestellt worden ist und die Adresse noch niemand kennt.

In beiden Fällen können man der eigenen Website auf die Sprünge helfen. Oder sollte sogar: Denn von nichts kommt nichts. Wenn niemand die eigene Website kennt oder sie nirgends verlinkt ist, bekommt sie logischerweise auch weniger Besucher. Google indexiert die Seite zwar automatisch, in der Suchmaschine wird sie also gefunden. Doch je nachdem, wie hoch der Konkurrenzdruck ist, kann es sein, dass das nicht ausreicht.

Mit folgenden 11 Tipps lässt sich die Bekanntheit der eigenen Website maßgeblich steigern:

1. Indexieren lassen in Suchmaschinen

Wie oben schon erwähnt, indexieren die Suchmaschinen jede Webseite automatisch. Doch wenn die Website erst seit Kurzem online ist, kann man es den Suchmaschinen leichter machen und ihnen eine Art Wegweiser geben: eine XML-Sitemap. Das ist ein Inhaltsverzeichnis der Website.

Google macht keine genauen Angaben, wie lange die Indexierung dauert und garantiert auch nicht, dass es mit einer Sitemap schneller geht. Doch Sitemaps sollen den Suchmaschinen dabei helfen, die Website besser zu crawlen und zu kategorisieren.

Eine XML-Sitemap lässt sich automatisch generieren, u. a. mit folgendem Dienst: https://www.xml-sitemaps.com/. Nachdem man die Domain eingetragen hat, klickt man auf Start. Nach der Generierung können ist die Sitemap in mehreren Dateiformaten zum Herunterladen bereit. Für die Indexierung genügt die oberste Datei: sitemap.xml. Diese lädt man nun auf den Server in das Wurzelverzeichnis der eigenen Website.

2. Das Erscheinungsbild: Der erste Eindruck zählt

Bleiben genügend Besucher aus, lohnt es sich einen Blick zur Konkurrenz zu werfen. Der direkte Wettbewerber hat eine professionelle und aussagekräftige Website und die eigene wurde mit einem Homepage-Baukasten zusammengebastelt?

Heutzutage informieren sich potentielle Kunden und Geschäftspartner immer mehr im Internet, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wenn der potentielle Neukunde mit einem Unternehmen noch nie zusammengearbeitet hat, kann er die Kompetenz logischerweise noch nicht beurteilen. Im Internet bleibt ihm nur die Möglichkeit, sich anhand der Website ein Urteil zu bilden. Daher sollte die geschäftliche Website immer mindestens genauso ansprechend und professionell sein, wie die der Konkurrenz, denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

3. Benutzerfreundlichkeit für Smartphones und Tablets

Auch technische Faktoren dürfen nicht ausser Acht gelassen werden. Ist die Website nicht für mobile Endgeräte optimiert, können so schon Besucher abhanden kommen. Surft man mit dem Smartphone auf einer Website, die nicht für Mobilgeräte optimiert wurde, kann einem Folgendes passieren: Die Texte sind viel zu klein zum Lesen und/oder man muss ständig zoomen und scrollen um den Inhalt erfassen zu können. Zu große Bilddateien können zudem für lange Ladezeiten auf Mobilgeräten sorgen.

Um dem einen Riegel vorzuschieben, macht es Google den Surfern leicht, optimierte Websites von nicht optimierten zu unterscheiden: Seit November 2014 werden optimierte Websites in der mobilen Suche mit dem Label „Für Mobilgeräte“ gekennzeichnet. Klar, das solche Websites von Smartphonenutzern bevorzugt werden. Hat die eigene Website dieses Label nicht, wandert der potentielle Kunde gleich zur Konkurrenz, sofern diese eine optimierte Website zu bieten hat.

Unter folgendem Link bietet Google einen Test auf Optimierung für Mobilgeräte an: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

Erscheint nach dem Test die Meldung, dass die Website nicht für Mobilgeräte optimiert ist, sollte daran etwas geändert werden. Denn für eine erfolgreiche Außendarstellung ist eine moderne Website unverzichtbar.

4. Interessante Inhalte für potentielle Kunden

Schnöde Selbstbeweihräucherung lockt heute niemand mehr hinter dem Ofen vor, weil jede Firma von sich behauptet, die Beste in Ihrem Fachgebiet zu sein. Der passendere Köder für viele Besucher ist guter Inhalt: Was interessiert (potentielle) Kunden? Wie kann man ihnen helfen, ein Problem zu lösen?

Diese Fragen sollten aus Kundenperspektive beantwortet werden. Anhand dessen stellt man Inhalte auf der eigenen Website bereit. Dabei ist es am besten, dem Kunden darzulegen, welchen Nutzen er aus dem eigenen Angebot/Produkt ziehen kann. Großzügigkeit zahlt sich aus: Erklärt man dem Kunden, wie er ein Problem lösen kann, wird man als kompetent eingestuft. Wenn der Kunde später alleine nicht mehr weiterkommt, wird man selbst die erste Anlaufstelle.

Sofern kein Fachpublikum angesprochen wird, sollte Fachchinesisch vermeiden werden. Kunden sind leichter zu erreichen, wenn man deren Sprache spricht und den Sachverhalt leicht verständlich und anschaulich erklärt. Zum Thema passende Bilder lockern das Ganze zudem etwas auf.

Nicht nur für die Suchmaschinen: Titel und Beschreibung des Beitrags dürfen nicht fehlen. Diese werden auf den Suchergebnisseiten angezeigt und sollen die Suchenden zum Klick animieren. Das erreicht man am ehesten mit pfiffigen Texten die aus der Masse hervorstechen.

5. Natürliche Links

Ein weiterer positiver Nebeneffekt guter Texte: Wenn ein anderer Betreiber einer Website oder eines Blogs den Artikel gut findet, setzt er einen Link zur Website in einem seiner Beiträge. Das lockt wiederum Besucher von dieser Seite an. So kann man sich mit gutem Inhalt Links sichern.

Hoffentlich hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass man die Finger von gekauften Links lassen soll. Diese sind meist von schlechter Qualität und haben selten mit dem Themenbereich der eigenen Website zu tun. Sowas merkt Google und das eigene Ranking kann sich verschlechtern.

Auch wenn man Angebote zum Linktausch erhält, sollte man diese Links/Websites zunächst genau prüfen. Wenn der Inhalt qualitativ hochwertig ist und den eigenen Websitebesuchern einen Mehrwert bietet, kann man ruhig zuschlagen. Aber auch nur dann.

6. Kommentarfunktion anbieten

Nicht nur wenn man einen Blog betreibt, bietet es sich an, eine Kommentarfunktion bereitzustellen. So können die Besucher nicht nur Fragen stellen, mit etwas Glück kommt ein reger Austausch in Gang. Das motiviert die Beteiligten natürlich ungemein, wieder auf der Website vorbeizuschauen, ob sich etwas getan hat. So werden sie auch gleich auf neue interessante Beiträge aufmerksam.

7. Firmenverzeichnisse im Netz nutzen

Die eigene Firma ist schon auf gelbeseiten.de eingetragen? Bloß nicht vergessen, hier die Internetadresse zu ergänzen. Ein gutes Mittel ist auch, sich in Branchen- und Firmenverzeichnissen einzutragen. Man weiß ja nie, wo die Kunden nach dem eigenen Angebot suchen.

8. In Social Media bekannt machen

Sind Profile auf Facebook und Co. vorhanden, kann diese Reichweite genutzt werden: In jedem sozialen Netzwerk findet sich ein Platz, um die eigene Domain einzutragen. Noch besser ist es, gleich ein Posting zu verfassen um die Kontakte auf die neue oder neu gestaltete Website aufmerksam zu machen.

9. Sich in einschlägigen Foren und Blogs einbringen

Für das eigene Produkt oder Dienstleistung ist man üblicherweise Experte. Bestimmt gibt es Gleichgesinnte, die einen Blog oder ein Hilfe-Forum betreiben, in dem sich potentielle Kunden tummeln. Es kann nicht schaden, hier ab und zu vorbeizuschauen, ob man nicht behilflich sein kann. Sind die eigenen Beiträge kompetent, werden Hilfesuchende auf das eigene Angebot aufmerksam.

10. Empfehlung durch Verwandte, Freunde und Bekannte

Mundpropaganda kann nie schaden: Die neue Website ist online? Das kann man ruhig bei Gelegenheit im privaten Umfeld erwähnen. Auch wenn der Freund gerade selbst keinen Bedarf hat, kennt er vielleicht jemanden, der genau nach dem eigenen Angebot sucht und spricht eine Empfehlung aus.

11. Printmedien aktuell halten

Print ist noch lange nicht tot: Ist die Website fertig, sollte schnellstmöglich die Domain auf Visitenkarte, Briefbogen, Autobeschriftung und Co. ergänzt werden. Visitenkarten werden weitergegeben, jeder Empfänger eines Schreibens oder einer Rechnung hält den Briefbogen in Händen. Das sind alles potentielle Websitebesucher. Ebenso darf die Internetadresse auf keinem Flyer, der in Umlauf gebracht wird, fehlen.

Fazit

Mit diesen elf Tipps kann man kostenfrei schon Einiges erreichen, auch ohne tiefgreifendes Fachwissen. Zeit muss man allerdings investieren, vor allem in guten Inhalt. Denn nur so kann man den Besucherstrom auf lange Sicht aufrecht erhalten.

Google lässt sich schon lange nicht mehr mit sinnlosen Texten abspeißen, die mit Keywords vollgestopft sind. Die Suchmaschine achtet darauf, wie die Nutzer reagieren. Wenn nach dem Aufrufen einer Seite gleich wieder das Weite gesucht wird, ist das für Google ein Signal, dass die Surfer nicht das gefunden haben, was sie wollten. Das führt auf lange Sicht zu einem schlechteren Ranking. Das kann einerseits an schlechtem Inhalt liegen oder auch an Inhalt, der nicht zum eingegebenen Suchbegriff passt.

Was den eigenen Kunden am besten gefällt, lernt man nur durch Erfahrung. Welche Inhalte am meisten geklickt werden oder die positivsten Reaktionen hervorrufen, ist leicht zu kontrollieren. Daraus lassen sich Schlüsse für die Zukunft ziehen. So bietet sich die Möglichkeit, eigene Inhalte immer mehr zu optimieren und potentielle Kunden gezielter anzusprechen.

 

 

3 Kommentare

  1. Gerade am Anfang kann der Punkt 10 „Empfehlung durch Verwandte und Freunde“ eine gute Möglichkeit sein, die eigene Seite „anzuschieben“. Vielen Dank für den tollen Überblick!