Was ist ein Content Management System (CMS)?

Ein CMS (engl.: Content Management System, deutsch: Inhaltsverwaltungssystem) macht es möglich, die Inhalte einer Website ohne Programmier- und HTML-Kenntnisse zu bearbeiten. Die webbasierte Software ist üblicherweise mit einer grafischen Benutzeroberfläche ausgestattet. Somit reichen Grundkenntnisse in der Datenverarbeitung aus, um gut mit diesen Systemen zurechtzukommen. Von jedem Computer mit Internetanschluss aus kann man sich zum Bearbeiten der Internetseite einloggen.

Freie CMS-Software weit verbreitet

Bei den beliebtesten CMS handelt es sich um Open-Source-Systeme. Die Software kann frei verwendet werden und es fallen für private und kommerzielle Projekte keine Lizenzkosten an. In den meisten CMS müssen für die kostenlose Nutzung lediglich Copyright-Hinweise und/oder Links im Quellcode oder den Dateien beibehalten werden, welche für den Besucher der Internetseite nicht sichtbar sind.

Mehrere Benutzer und dynamische Inhalte

Eine CMS-Software eignet sich auch zur gemeinschaftlichen Pflege einer Internetseite, da man mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Zugriffsrechten einrichten kann. Ein weiterer Vorteil ist die dynamische Generierung von Inhalten. Ein Besucher einer Internetseite mit CMS hat meist die Möglichkeit, für ihn interessante Informationen entweder abzuspeichern, eine Druckversion auszudrucken oder sich ein PDF-Dokument erstellen zu lassen. Die Generierung dieser dynamischen Inhalte erfolgt durch Datenbankabfragen.

Ohne Datenbank und PHP geht nichts

Um ein CMS wie WordPress oder Joomla! installieren zu können, benötigt man Webspace mit einer Datenbank (MySQL) und PHP5.

SEO findet Beachtung

CMS – kein Nachteil bei SEO (fotolia.de – © Photo-K)

Bei den bekannten CMS wird auf suchmaschinenfreundliche Programmierung wert gelegt. Der Benutzer hat die Möglichkeit, in der grafischen Benutzeroberfläche suchmaschinenrelevante Daten wie Titel oder Beschreibungen der entsprechenden Seite einzugeben. Diese werden dann automatisch in den Quellcode der Software eingebunden und sind somit für Suchmaschinen gut lesbar.

Barrierearm

Ebenso ist es möglich, bei den gängigen CMS die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen. Um z. B. mit einem Screenreader, einer Vorlese-Anwendung für Blinde und Sehbehinderte, durch die Seiten navigieren zu können, müssen beim Einrichten des Content Management Systems und beim Erfassen der Inhalte bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Bei entsprechendem Kundenkreis sollte vorab ein CMS ausgewählt werden, welches diese Bedürfnisse am besten berücksichtigt oder sich mit wenig Aufwand daran anpassen lässt.

WordPress und Joomla! Spitzenreiter

Joomla!, Drupal, TYPO3 und WordPress gehören zu den bekanntesten CMS (Quelle: Google Trends). Am beliebtesten ist derzeit WordPress, welches als Blogsystem Anwendung findet. Danach folgt Joomla! (abgerufen am 11. April 2016).

Das lässt sich dadurch erklären, dass WordPress und Joomla! sehr leicht zu erlernende CMS sind. Hinter beiden Systemen steckt eine sehr große Gemeinschaft und ein aktives Entwicklerteam. Somit werden diese CMS ständig verbessert und an die Bedürfnisse der Benutzer angepasst, was die Beliebtheit noch mehr steigert.

Für eigene Anpassungen Fachkenntnisse nötig

Für eine Website mit individuellem Design gilt es, die Erfordernisse des Inhaltsverwaltungssystems zu kennen und zu berücksichtigen. Allerdings sind hierfür fortgeschrittene CSS– und HTML-Kenntnisse nötig. Bei den meisten CMS braucht man zusätzlich Erfahrung in PHP. Zwingend notwendig ist die Verwendung von professionellen Bildbearbeitungsprogrammen. Diese braucht man, um vernünftige Grafiken für das Internet aufbereiten und in die Website einbinden zu können. Damit das Ganze optisch ansprechend wirkt, darf das Gespür für Design und Farben nicht fehlen.

Zum Vergleich von WordPress und Joomla!.
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