Content is king? Diese 5 (technischen) Voraussetzungen schaffen

Inzwischen ist nahezu jeder/m Unternehmer/in klar, dass man die eigene Firma im Internet mit einer Website präsentieren sollte. Je größer die Konkurrenz, desto wichtiger ist die eigene professionelle Darstellung im Netz. Diese Erkenntnis tritt spätestens dann ein, wenn die bisherigen (Print)-Marketingmaßnahmen nicht mehr so gut funktionieren wie früher.

Ist bereits eine Website vorhanden, prüft man natürlich, ob diese die erwarteten Ergebnisse liefert. Gerade bei älteren Websites, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, ist es wahrscheinlich dass diese hinter den Erwartungen zurückbleiben. Denn ist die eigentliche Website für Surfer schon schlecht bedien- oder lesbar, können selbst die besten Suchmaschinenoptimierer nichts ausrichten.

Die Zeiten der Tricksereien sind sowieso längst vorbei. Es gilt nun, den Besuchern relevante Informationen und ein gutes Surferlebnis zu bieten. Google wird immer besser dabei, hochwertigen Inhalt zu identifizieren und bevorzugt diesen. Man tut gut daran, diesen Inhalt den Benutzern (und der Suchmaschine) auf dem Silbertablett zu präsentieren.

Trotz „Content is King“: Es gehört auch dazu, dass der Surfer die Website von jedem Gerät aus einwandfrei bedienen und die Inhalte erfassen kann. Folgende technische Voraussetzungen werden daher am besten schon beim Erstellen der Website erfüllt:

Gut indexierbarer und moderner Code

Google liebt gut strukturierte Seiten: Damit tut man auch den eigenen Besuchern einen Gefallen, was sich wiederum gut auf die Suchergebnisse auswirkt. Die Navigation ist im besten Fall logisch aufgebaut, gut erreichbar und nicht zu überladen. Inhalte sollten schnell und ohne Umwege gefunden werden können.

Google befürwortet den Einsatz von modernem HTML5 Code und Responsive Webdesign, so haben es die Suchmaschinen-Roboter leicht, die Seite zu erfassen. Nicht nur eine schlanke HTML5-Website ist hierfür eine Option. Bekannte CMS wie WordPress oder Joomla beachten dies ebenfalls und liefern HTML5 Code aus.

Immer noch spuken Websites im Netz herum, die mit Tabellen oder gar Frames aufgebaut sind. Diese sind für Google schlecht zu lesen und technisch veraltet. Dasselbe gilt für Flash-Websites.

Titel und Beschreibung für jede Seite

Wichtig ist, dass jede einzelne Unterseite mit einem dazu passenden Titel (mit höchstens 55 Zeichen) und einer Beschreibung des Inhalts (mit höchstens 156 Zeichen) ausgestattet ist (Meta-Tags). Die hier eingegebenen Daten werden folgendermaßen in den Suchergebnissen angezeigt:

Das dient hauptsächlich dazu, um Besucher einen kurzen Überblick zu geben und sie zum Besuch der eigenen Seite zu animieren. Daher gilt es, den Inhalt möglichst präzise zu beschreiben und den Surfern Lust aufs Weiterlesen zu machen.

Ohne Beschreibung kann es passieren, dass die Besucher gleich ausbleiben. Passt die Beschreibung nicht zum Inhalt, verlassen die Besucher die Seite gleich wieder. Das merkt auch Google und stuft die Seite für das Thema als weniger relevant ein.

In einer HTML-Seite fügt man die entsprechenden Meta-Tags ein. Entscheidet man sich für ein CMS, sollte dieses die Möglichkeit bieten, Titel und Beschreibung zu erfassen. Oft kann man diese Funktion auch mit einem Plugin nachrüsten.

Schnelle Ladezeiten

Kein Mensch mag langsame Websites. Lädt die eigene Website zu lange, springen die Besucher ab. Das ist für Google ein Signal, dass diese Website kein gutes Besuchererlebnis bietet und wird herabgestuft. Eine Ladezeit von 2 Sekunden ist akzeptabel. Jede weitere Sekunde kostet unnötig Besucher.

Gründe für zu lange Ladezeiten gibt es viele:

  • Bilder wurden nicht komprimiert
  • Es erfolgt keine serverseitige Komprimierung
  • zu viele Daten müssen verarbeitet werden
  • Der Server und/oder die Datenbank ist langsam

Um schnelle Ladezeiten zu erzielen, ist eine reine HTML-Website eine gute Wahl. Man benötigt keine Datenbank und die Datenmenge hält sich in Grenzen. Ein CMS ist naturgemäß immer etwas langsamer, doch wenn das System nicht unnötig aufgebläht ist, hält es sich im Rahmen. Um eine vernünftige Komprimierung kommt man in beiden Fällen nicht herum.

Sprechende URLs

Immer wieder stolpert man über solch kryptische URLs, die aus Zahlen- und Buchstabenkolonnen bestehen: http://www.example.de/pb/,Lde/1238424.

Google ist es egal, wie die URL aussieht, doch für den menschlichen Besucher macht es einen Unterschied, ob er obige URL oder http://www.example.de/leistungen/tapezieren.html liest. Schon an der URL kann man erkennen, um was es auf dieser Seite geht. Das schafft Vertrauen. Besucher haben zudem theoretisch die Möglichkeit, später noch einmal auf der Seite vorbeizukommen. Trotz Browservervollständigung hat man bei einer Zahlenkolonne kaum eine Chance mehr, sich an den Inhalt dahinter zu erinnern.

Bei einer HTML-Seite benennt man die Seiten gleich entsprechend. Doch auch die meisten CMS bieten Einstellmöglichkeiten, um „sprechende URLs“ generieren zu lassen.

Optimierung für mobile Endgeräte

Das wichtigste zum Schluss: Um Erfolg mit der eigenen Website zu haben, kommt man an einer Optimierung für Mobilgeräte inzwischen nicht mehr vorbei. Und das nicht nur, weil unoptimierte Websites für Besucher nicht benutzerfreundlich sind und sie dadurch schneller abspringen.

Schon seit November 2014 kennzeichnet Google optimierte Websites mit dem Label „Für Mobilgeräte“ in den mobilen Suchergebnissen. Jeder Surfer mit Smartphone, der nicht ständig Zoomen und Scrollen möchte, wird schon von vorneherein Websites mit o. g. Label auswählen. Das hat zur Folge, dass nicht optimierte Websites auf lange Sicht immer mehr abrutschen.

Fazit

Google wird immer besser darin, den eigenen Suchalgorithmus so zu optimieren, dass faule Tricks entlarvt und abgestraft werden. Das ist auch gut so: Die Zeiten sind vorbei, in denen man sich mit gekauften Links oder sinnfreien und mit Keywords vollgestopften Texten nach oben mogeln konnte. Es ist gut, dass nun das Interesse der Benutzer in den Vordergrund tritt. Hierzu gehört nicht nur, Besucher mit interessanten, wertvollen und/oder unterhaltsamen Inhalten zu gewinnen, sondern auch Benutzerfreundlichkeit und ein positives Surferlebnis.

Der wohl wichtigste der o. g. Faktoren ist die Optimierung für Mobilgeräte. Google erkennt schon am Code, ob eine Website hierfür optimiert wurde. Unabhängig vom Inhalt bekommt die Website zunächst das Label „Für Mobilgeräte“ (oder eben nicht).

Da der/die Durchschnittsdeutsche mehrere Endgeräte zur Verfügung hat, um das Internet zu besuchen, wird die Nutzung immer abwechslungsreicher und vielfältiger: Man informiert sich auf dem Sofa mit dem Tablet über ein Produkt, den eigentlichen Kauf tätigt man später am Computer. Von unterwegs aus sucht man mit dem Smartphone nach einem guten Restaurant in der Nähe.

Responsive Webdesign ist für moderne Websites die erste Wahl und wird auch von Google empfohlen. Mit dieser Technik lassen sich alle gängigen Endgeräte – egal welcher Größe und Auflösung – bedienen. Das schafft die besten Voraussetzungen, um mit hochwertigen Inhalten Vertrauen in das eigene Unternehmen und die Leistungen aufzubauen.

 

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