Firmenlogo – das ist dabei zu beachten

Ein Firmenlogo ist ein grafisches Zeichen, welches ein bestimmtes Unternehmen eindeutig repräsentiert. Der Begriff „Logo“ leitet sich von dem griechischen Wort „lógos“ ab, welches „sinnvolles Wort“ bedeutet.

Wichtigster Teil der Corporate Identity

Firmenlogo ist Teil der Corporate Identity
Firmenlogo ist Teil der CI (fotolia.de – © Stauke)

Schon vor der Unternehmensgründung sollte man sich darüber Gedanken machen, da ein Firmenlogo der wichtigste Bestandteil der Corporate Identity des Unternehmens ist. Es wird später unter anderem auf Briefbögen, Visitenkarten, der Website, auf Schildern und – je nach Branche – auf Lieferwägen und LKW`s zu finden sein. Wichtig ist, dass es für Kunden und Geschäftspartner verständlich und leicht (wieder) zu erkennen sein muss.

Hier gilt das Motto „Weniger ist mehr“. Ein allzu überfrachtetes Logo überfordert den Betrachter und er kann sich nur einzelne Teile merken. Zudem muss man die Reproduzierbarkeit im Auge behalten, das Logo sollte sowohl als winziges Favicon auf der Website wie auch auf einem großen Werbebanner gut zu erkennen sein.

Sehr wichtig ist, dass es einzigartig und unverwechselbar ist, eben nur diesem einen Unternehmen zugeordnet. Wird das nicht genügend beachtet, können daraus sogar markenrechtliche Probleme entstehen.

Wort oder Bild, oder gleich Wort-Bild?

Ein Firmenlogo kann als reine Wortmarke, Bildmarke oder Wort-Bild-Marke gestaltet werden.

Eine Wortmarke besteht aus Schriftzeichen. Als Beispiele können hier Coca-Cola, amazon oder Google genannt werden. Die Wortmarke kann durch Farben und spezielle Typografie einzigartig gestaltet werden.

Die Bildmarke verzichtet komplett auf Wortbestandteile und besteht aus einer Abbildung. Als Beispiele sind hier der Mercedes-Stern oder die Shell-Muschel zu nennen. Ohne das der Firmenname dabei steht, kann man diese Signets eindeutig den Firmen zuordnen. Das ist nur für etablierte Unternehmen ratsam. Ein noch unbekanntes Unternehmen kommt nicht darum herum, den Unternehmensnamen und evtl. noch die Leistung zu nennen.

Eine Wort-Bild-Marke besteht immer aus einer Kombination von Text und Grafik. Dieses Wort und Bild müssen regelmäßig zusammen verwendet werden, um als Wort-Bild-Marke zu gelten. Gute Beispiele hierfür sind BMW und VW.

Zu einer Marke wird ein Firmenlogo erst, wenn es beim Patent- und Markenamt angemeldet und eingetragen worden ist.

Die technische Seite

Logo von divo-webdesign monochrom
momochromes Firmenlogo (© Diana Vogt)

Gerade die Verwendung des Firmenlogos in so vielen verschiedenen Bereichen macht es notwendig, die Gestaltung in die Hände eines Profis zu geben. Es braucht spezielle Bildbearbeitungsprogramme, um das Firmenlogo in vielen Versionen (für die Website und in besserer Qualität für den Druck) bereitzustellen. Eventuell möchte man auch mehrere Versionen des Firmenlogos, je nach Verwendung. Bei farbigen Hintergründen machen sich z. B. monochrome Versionen gut.

Üblicherweise verwendet man hierfür Vektorprogramme, dann hat man die Möglichkeit, das Firmenlogo verlustfrei zu vergrößern. Es kann immer sein, dass man für eine Messe oder ähnliches ein großes Plakat mit dem Firmenlogo drucken lassen möchte. Wenn das Logo nur als jpg-Datei in zu geringer Auflösung vorliegt, muss man es erst nachträglich noch vektorisieren lassen.

Bei einer Wort-Bild-Marke bietet sich an, zusätzlich das Bild separat abzuspeichern, um den Kunden und Geschäftspartnern etwas Abwechslung zu bieten. Ein sich wiederholendes Muster mit dem eigenen Signet in den Firmenfarben zum Beispiel. Damit können größere Flächen unauffällig gestaltet werden, und der Wiedererkennungswert bleibt dennoch erhalten.

Eine Schutzzone für das Firmenlogo sollte ebenfalls definiert werden, somit wird vermieden, dass andere Elemente in den Wirkungsbereich des Firmenlogos hineinragen und den Eindruck stören.

Nicht nur kreative Arbeit

Logodesign ist auch Denkarbeit
Logodesign ist Denkarbeit (fotolia.de – © freshidea)

Auch ein Profi schüttelt sich ein Firmenlogo nicht einfach so aus dem Ärmel. Dahinter steckt viel Denkarbeit im Vorfeld, die Zeit und eine gewisse Erfahrung erfordert. Es gilt, sich ein Bild von dem Unternehmen und der Branche zu machen und die Zielgruppe zu analysieren. Wichtig ist, herauszufinden, welche Vorstellungen der Unternehmer bzw. Entscheidungsträger genau hat und was er vom zukünftigen Logo erwartet. Eventuell vorhandene falsche Erwartungen sollten schon im Vorfeld berichtigt werden.

Ein neues Firmenlogo wird weder den Umsatz immens steigern, noch die Firma in den Suchmaschinen auf Platz 1 katapultieren. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Corporate Design, doch es verkehrt schlechten Service oder ein mieses Produkt nicht ins Gegenteil. Das Gesamtkonzept muss stimmen.

Das Firmenlogo soll die Zielgruppe ansprechen und als Identifikationsmerkmal des gesamten Unternehmens dienen. Das wird nur als Teil einer durchdachten Corporate Identity erreicht, die in allen Marketingmaßnahmen, ob Web oder Print, integriert wird.
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