Regelmäßige Updates für eine WordPress-Seite

In diesem Beitrag klärt Gastautor Andreas Steiner über die Wichtigkeit von Updates für eine WordPress-Seite auf.

WordPress ist das verbreitetste Content Management System in der ganzen Welt. Zirka 25% aller Webseiten werden mit diesem System betrieben. Diese Zahl scheint wirklich groß zu sein, nicht wahr?

Andererseits sorgt diese Beliebtheit dafür, dass WordPress zum attraktiven Ziel für Angriffe wird. Kennt man sich in effektiven Angriffsmethoden aus, kann man ohne große Mühe fast alle Webseiten angreifen, um deren Inhalte zu stehlen oder sie zu ruinieren. Außerdem ist WordPress ein Open-Source-System, was einen gewissen Zugriff zum Quellcode erlaubt.

Quelle: www.shiftwebsolutions.com

Da sich WordPress permanent in einem Entwicklungsprozess befindet, werden ganz oft Lücken in seiner Sicherheit gefunden. Natürlich werden diese Fehler sofort korrigiert oder beseitigt, aber eines ist klar – um die Außenangriffe zu umgehen, muss man seine WordPress-Version regelmäßig aktualisieren und immer wieder Updates vornehmen.

Update-Typen

Im Grunde genommen verfügt WordPress über 3 Kernelemente: WordPress-Core, (wo sich die ganze WordPress-Triebkraft befindet), Themes und Plugins. Alle drei Komponenten lassen sich aktualisieren. Wichtig ist dabei, eine Sicherungskopie, auch Backup genannt, aller Dateien zu machen, bevor man seine WordPress-Version aktualisiert. Sind die Updates installiert, muss man prüfen, ob die Webseite das gleiche Aussehen hat und keine Fehler in der Funktionalität aufgetaucht sind. Wenn man ein Caching-Plugin nutzt, sollte man nach jeder Aktualisierung den Cache leeren.

Updates für den WordPress-Core

Da der WordPress-Core eine zentrale Rolle einnimmt, ist es natürlich sehr wichtig, Updates für dieses Kernelement durchzuführen. Neben neuen und erweiterten Möglichkeiten beinhalten die Updates Fehlerkorrekturen und beheben Sicherheitslücken. Unter anderem können Updates auch ein Problem mit beliebten, aber nicht zusammenpassenden Plugins beheben.

Den WordPress-Core auf dem aktuellsten Stand zu halten, gehört zu den wichtigsten und ernsten Sicherheits-Maßnahmen einer Webseite. Je schneller die Updates installiert werden, desto besser funktioniert das System. Die aktuellen Updates werden direkt im WordPress-Adminbereich angezeigt. Was die komplexen Aktualisierungen zu einer neuen Hauptversion anbelangt, müssen diese von Hand vorgenommen werden, wobei kleinere Updates automatisch gemacht werden können.

Updates für Plugins

Updates für Plugins sind nicht weniger wichtig. Plugins können eigentlich auch einen direkten Zugriff auf die Datenbank und zum Teil auch auf das Dateisystem haben. Dadurch können sie auch zu vielen Problemen führen und gefährliche Lücken in der Sicherheit aufwerfen.

Es ist leider überall zu sehen, dass neue WordPress-Plugins nicht mit dem neuen WordPress-Core zusammenpassen. Für diesen Fall wäre es zu empfehlen, lieber die Core-Version auf dem aktuellsten Stand zu halten und die Plugins auf der älteren Version zu betreiben. Updates für Plugins werden auch im Adminbereich angezeigt, wo man mühelos Aktualisierungen vornehmen kann.

Quelle: www.erfolgsrezepte-online.de

Updates für Themes

Die Updates von WordPress-Themes haben nicht so eine große Bedeutung wie die vorigen Updates. Themes sind meistens für die Präsenz verantwortlich und stellen kaum Sicherheitsfehler dar. Außerdem besteht die Gefahr, dass Theme-Updates ungewünschte Veränderungen in der Seitenpräsenz hervorrufen. Abgesehen davon ist es trotzdem zu empfehlen, das Theme immer wieder zu aktualisieren. In dem Fall, dass man ein Premium WordPress-Theme hat, das nicht automatisch aktualisiert wird, kann man sich über die neusten Updates für seine WordPress-Version beim Theme-Anbieter informieren lassen.

Was ist bei Updates zu beachten?

Bevor man ein Update von WordPress-Core vornimmt, sollte man unbedingt ein Backup der Datenbank durchführen. Dafür passen am besten Plugins wie BackupWordPress oder WP DB Backup, die es ermöglichen, regelmäßig und automatisch Backups vorzunehmen.

Gibt es nach der Aktualisierung Probleme mit der Funktionalität, empfehlen wir erst einmal alle Plugins zu deaktivieren. Ist das Problem behoben, kann man die Plugins eines nach dem anderen erneut aktivieren und entdecken, welche Erweiterung fehlerhaft ist. Danach kann man dieses Plugin wechseln oder den Fehler beim Anbieter melden.

Sobald eine neue Aktualisierung zur Verfügung steht, wird man davon im WordPress-Adminbereich informiert.

Man hat direkten Zugriff auf Updates, die im Administrationsbereich angezeigt werden. Vom Dashboard aus lassen sich alle Aktualisierungen mit wenigen Klicks vornehmen. Im besten Fall reicht es, jeden Tag, wenigstens aber einmal in der Woche zu checken, ob frische Updates verfügbar sind.

Außerdem gibt es ein Plugin, das automatisch über alle Aktualisierungen informieren kann. WP Updates Notifier Plugin ist wirklich zu empfehlen, besonders wenn man seine Updates vergisst, oder einfach keine Zeit dafür hat, die neusten Updates nachzuschauen. Das Plugin ist kostenfrei und lässt sich schnell und mühelos installieren.

Wie wird das Updates Notifier Plugin eingestellt?

Das Plugin wird erst einmal installiert und aktiviert. Dabei lässt es sich so einstellen, dass man die Informationen über gewünschte Updates in regelmäßigen Zeitabschnitten erhalten kann. Eine tägliche Kontrolle sollte vollkommen ausreichen, um die WordPress-Version immer aktualisiert zu halten.

Das Plugin sucht automatisch nach Aktualisierungen, die verfügbar sind. Wenn diese gefunden sind, wird man darüber per E-Mail benachrichtigt und über einen Link zum Vornehmen der Updates geleitet. Zudem kann man nachprüfen, welche Updates durchgeführt wurden und ob diese die Kompatibilität bei der WordPress-Version garantieren.

Fazit

Aktualisierungen werden nicht nur dann durchgeführt, wenn neue Erweiterungen zur Verfügung stehen. Hier nimmt die Sicherheit eine zentrale Rolle ein. Da sich WordPress als CMS sehr schnell entwickelt, kommen die Angriffe immer häufiger vor. WordPress scheint für Hacker ein attraktives Ziel zu sein, das ist auch tatsächlich so. Updates bringen meistens korrigierte Elemente für den WordPress-Core, Plugins und Themes, und sie dürfen auf keinen Fall ignoriert werden.

Kurz gesagt sind Updates von großer Bedeutung. Das Unterlassen von Aktualisierungen dagegen birgt Risiken von Angriffen bzw. bieten der Konkurrenz einen großen Vorsprung.

Updates sind immer ein gutes Zeichen dafür, dass das System am Leben ist und sich immer wieder verbessern lässt. Grundsätzlich gibt es immer ein Expertenteam, das man bei Fragen oder Unklarheiten jederzeit kontaktieren und um Hilfe bitten kann.

Über den Autor:

Andreas Steiner – einer der Mitarbeiter bei Templatemonster engagiert sich aktiv dafür, dass die Gäste aus Deutschland gut mit unseren Produkten zurecht kommen und zufrieden sind. Außerdem schreibt er gern Beiträge zum Thema WordPress und allem, was damit zusammenhängt.