Was ist Responsive Webdesign?

Responsive Webdesign
Responsive Webdesdign passt immer (fotolia.de – © Seyyahil)

Responsive Webdesign, oder eingedeutscht „responsives Webdesign“, ist eine Technik zum Erstellen von Websites. Eine „responsive“ Internetseite reagiert auf die Eigenschaften des jeweils benutzten Endgerätes. Die Webpräsenz wird an einem Desktop-PC anders dargestellt wie an einem Tablet oder Smartphone. Das wird durch andere Anordnung der Elemente oder teilweise auch durch ausblenden unwesentlicher Elemente auf kleineren Bildschirmen erreicht.

Die Spalten oder die horizontale Navigation der Internetpräsenz am Desktop werden bei einem mobilen Endgerät beispielsweise untereinander angeordnet. All das wird durch die neueren Webstandards HTML5 und CSS3 (Media Queries) realisiert. Bei Aufrufen der Website wird die Größe und Auflösung des Gerätes ermittelt und die jeweils dafür hinterlegten Gestaltungsanweisungen geladen und angezeigt.

Der Begriff des „Responsive Webdesign“ wurde erstmals von Ethan Marcotte verwendet. Er beschrieb diese Technik in seinem Artikel vom 25. Mai 2010 auf alistapart.com.

Die Technik dahinter

Mit CSS3 wurden die Media Queries eingeführt. Mit dieser Technik kann man die Eigenschaften des Gerätes abrufen, wie Breite des Browserfensters, Orientierung des Gerätes oder die Bildschirmauflösung. Anhand dessen präsentiert man dem Besucher eine für sein Gerät angepasste Anordnung der Elemente der Webseite. Das erhöht die Benutzerfreundlichkeit immens.

Hierbei ist wichtig, den Inhalt für die mobile Ansicht der Internetseite auf das Wesentliche zu reduzieren, da auf mobilen Endgeräten zwangsläufig weniger Darstellungsfläche vorhanden ist. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die meisten Smartphones und Tablets mit einem Touchscreen ausgestattet sind. Um dem Website-Besucher ständiges Zoomen zu ersparen, werden die Navigationspunkte größer dargestellt, je kleiner das Ausgabegerät wird.

Um unnötige Ladezeiten für mobile Surfer zu vermeiden, kann man mit Media Queries z. B . alle Geräte mit Bildschirm und einer Auflösung größer als 1024px ansprechen. Da hier von Geräten mit schnellerer Internetverbindung und besserer Hardware auszugehen ist, kann man hier noch Grafiken oder Elemente hinzuladen, die man dem Smartphone-Surfer wegen meist langsamerem Internet nicht zumuten sollte.

Mobile Endgeräte
Die Deutschen surfen immer mehr mit mobilen Endgeräten (fotolia.de – © Rawpixel)

Mobile Internetnutzung steigt stetig

Da Responsive Webdesign noch eine sehr junge Technik ist, fragt sich so mancher, ob es sich überhaupt lohnt, seine Webpräsenz darauf umzustellen. Schließlich bieten viele Firmen Ihren mobilen Nutzern eine spezielle Version ihrer Internetseite fürs Smartphone mit extra dafür ausgelegtem Inhalt an. Das ist auch eine Möglichkeit, der wachsenden mobilen Nutzung zu begegnen.

Doch hat man den zusätzlichen Kosten- und Wartungsaufwand für praktisch zwei Internetpräsenzen. Man darf außerdem die Tabletnutzer nicht vergessern, diese bekommen die Desktop-Version serviert. Mit einer Navigation, die für die Benutzung mit der Maus ausgelegt ist, hat ein Tabletnutzer mit seinem Touchscreen große Mühe und wird sich – dem ständigen Gezoome überdrüssig – ein neues Angebot suchen.

Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 greifen mittlerweile 55% (30,7 Millionen) Deutsche unterwegs auf Netzinhalte zu. Das sind 5% mehr als im Vorjahr. Diese Zielgruppe sollte man nicht aussperren.

Google mag Responsive Websites

Die mobile Internetnutzung ist ein unumkehrbarer Trend, das weiß auch Google. Daher berücksichtigt die Suchmaschine offiziell die responsive Umsetzung einer Internetpräsenz als Rankingfaktor. Wenn die Konkurrenz die Kosten für Responsive Webdesign scheut und lieber noch abwartet, kann man sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Die neuen Technologien HTML5 und CSS3 sind darauf ausgelegt, browser- und geräteübergreifend eingesetzt zu werden. Um bei den Suchmaschinen vorne mitzuspielen, kann man diese Techniken nicht ignorieren. Schließlich zählt standardkonformer Code auch zu den Rankingfaktoren von Google.

Unumkehrbarer Trend

Responsive Website
Responsive Webdesign ist die Zukunft (fotolia.de – © pizuttipics)

Jeder zweite Deutsche ist inzwischen mobil im Netz unterwegs – Tendenz steigend. Als Websitebetreiber sollte man diesen Trend berücksichtigen. Kommt ein Besucher mit dem Smartphone auf eine nicht dafür optimierte Seite, wird diese nicht korrekt dargestellt und kann nur schlecht, oder im schlimmsten Fall garnicht, bedient werden. Der potentielle Kunde gelangt nicht an die Infos die er braucht und wird sie sich woanders suchen.
Die Kosten, die die Umstellung zunächst mit sich bringt, muss man als Investition für die Zukunft sehen. Durch eine benutzerfreundliche Website wird nicht nur die Kundenzufriedenheit und das Ansehen des Unternehmens gesteigert. Zudem kann man sein Suchmaschinenranking verbessern und einem Konkurrent, der den Trend verschläft, vielleicht sogar ein paar Kunden abluchsen.
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