Organische Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinen meistgenutzte Anwendung

Fast jeder nutzt Suchmaschinen (fotolia.de – © Rido)

Der durchschnittliche Internetnutzer befragt meist ersteinmal eine Suchmaschine, wenn er Informationen braucht oder ein Produkt im Internet bestellen möchte. Das ist ein gutes Mittel, schnell das Gesuchte zu finden. Diese Suchanwendungen haben „das Internet“ in einem Index gespeichert und bieten zu einem eingegebenen Suchbegriff die passenden Informationen. Nach bestimmten Kriterien werden alle Internetseiten bewertet und dem Suchenden die, aus Sicht der Suchmaschine, qualitativ besten Suchergebnisse angezeigt. Google und Co. sind immer besser ausgereift und darauf ausgelegt, dass man auch fündig wird. An der Weiterentwicklung wird mit Hochdruck gearbeitet.

Alle googeln

Bei den Suchmaschinen ist momentan Google der unangefochtene Spitzenreiter. In Deutschland hatte Google laut statista.com 2015 einen Marktanteil von 94,84%. Danach folgt mit 2,59% Bing und auf dem dritten Platz Yahoo mit 1,66%.

Somit ist Google das Nadelöhr, durch das ein potentieller Kunde auf die eigene Website geleitet wird. Als Websitebetreiber sollte man Maßnamen ergreifen, um bei der beliebten Suchmaschine ein gutes Ranking zu erzielen, gerade wenn man einen hohen Konkurrenzdruck hat. Maßnahmen, die das Ranking bei Google verbessern, sind auch bei den übrigen Suchmaschinen hilfreich, zumal z. B. web.de und T-Online die Google-Suche integriert haben.

Content is King

Die Suchmaschinen werden ständig verbessert mit dem Ziel, dass der Nutzer zufrieden ist und auch das Gesuchte findet. Oberste Prioriät ist hierbei, qualitativ hochwertige Informationen zu liefern. Guter, informativer Text ist ein sehr wichtiger Rankingfaktor. Somit reicht es nicht mehr, sinnlose und übermäßig mit Keywords vollgestopfte Texte online zu stellen, die für einen menschlichen Leser keinen Mehrwert haben. Google wurde dahingehend verbessert, solche sinnfreien Texte zu erkennen und herabzustufen.
Besser ist, die Keywords auf möglichst natürliche Weise in den Text der Website einfließen zu lassen. Man sollte sie strategisch an prominenten Stellen des Textes zu platzieren. Das wäre in der Überschrift, im Title-Tag und der Beschreibung sowie in den ersten und letzten 14 Wörtern des Textes. Im restlichen Text streut man das Keyword ein, ohne es zu übertreiben. Man kann auch ähnliche Begriffe und Synonyme verwenden. Wenn man dem Text Bilder hinzufügt, sollte man das Keyword auch im Alt-Attribut verwenden. Hilfreich ist zudem, wenn im Dateinamen der Unterseite das Keyword enthalten ist.

Keine schlechten Links

Die Praxis, haufenweise miese Links zu kaufen und auf der eigenen Internetseite einzubinden, führt schon seit Längerem nicht mehr zum Ziel. Es zählt Qualität statt Quantität, lieber weniger Links aber dafür mit guter Qualität und zum Thema passend. Zu viele schlechte Backlinks sind nicht gut fürs Ranking.

Die Meta-Tags

Der Keywords-Meta-Tag wird schon seit Jahren von Google ignoriert, da dieser auf vielfältige Weise missbraucht wurde. Genauere Informationen hierzu gibt es in einem (englischen) Beitrag des Google-Mitarbeiters Matt Cutts.

Doch weiterhin gern gesehen von Google sind unter anderem der Title-Tag und der Description-Meta-Tag. Mit dem Title-Tag sollte man der Seite einen Titel mit höchstens 55 Zeichen geben, dieser soll natürlich und informativ wirken. Mit Hilfe des Description-Meta-Tags kann man jeder Seite eine kurze Inhaltsangabe oder Beschreibung mit bis zu 156 Zeichen hinzufügen. Das gefällt nicht nur den Suchmaschinen, der Titel und die Beschreibung werden auch auf den Suchergebnisseiten angezeigt. Das kann man nutzen um mit pfiffigen Texten aus der Masse hervorzustechen und die Surfer zum Klicken zu animieren.

Durchdachter Titel und Beschreibung animiert Surfer zum Klicken

Mit folgendem Link erhalten Sie direkt von Google informationen, welche Meta-Tags Google versteht.

Facebook-Likes als Rankingfaktor?

Viele erfolgreiche Internetauftritte sind meistens auch bei Facebook beliebt und haben massenhaft Fans und „Gefällt mir“-Angaben. Das legt den Schluss nahe, dass man mit vielen Fans bei Facebook den Rankingfaktor der eigenen Website positiv beeinflussen kann. Manche Firmen helfen dem sogar mit bezahlten „Gefällt mir“-Klicks nach. Die Freude über die ganzen Klicks ist meist nur von kurzer Dauer, sie sind nicht nachhaltig und täuschen auch nicht über schlechten Service oder ein mieses Produkt hinweg.

Aussagekräftige Studien über eine Verbesserung des Suchmaschinenrankings durch Social Signals gibt es bisher nicht. Denn es lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen, was zuerst da war: Die erfolgreiche Internetseite oder der Erfolg bei Facebook? Das Huhn oder das Ei…? Sich einzig und allein auf viele „Gefällt mir“-Angaben zu verlassen ist jedenfalls ein Irrweg. Das bringt einem auch nicht mehr qualitativ hohe Links zur eigenen Webpräsenz. Man kann jedoch seine Reichweite erhöhen und potentielle Kunden auf sich aufmerksam machen.

Doch eines haben diese erfolgreichen Internetauftritte gemeinsam: ein vernünftiges Marketing-Konzept. Sie haben eine professionelle Website die für Suchmaschinen optimiert wurde und bewegen sich souverän in den sozialen Netzwerken.

Erfolg hat man nur, wenn man mehrere Möglichkeiten nutzt. Die tollste Facebook Seite bringt einem nichts, wenn die Kunden auf eine unprofessionelle Internetseite geleitet werden, die mal schnell mit einem Homepage Baukasten zusammengeklickt wurde. Spätestens dann springen sie ab, und das merkt auch Google.

Schlanker Code

Webstandards einhalten für SEO (fotolia.de – © ronstik)

Ein wichtiger Rankingfaktor ist die gute Qualität des Codes der Internetpräsenz. Überflüssiger Code ist zu vermeiden und die gängigen Webstandards sollten eingehalten werden. Diese kennt Google und liest einheitlich und schlank codierte Seiten natürlich lieber als eine Seite mit veraltetem Code. Immer wichtiger wird hier auch die benutzerfreundliche Anzeige der Website auf mobilen Endgeräten. Ein schlanker Code trägt auch zur schnelleren Ladezeit einer Internetseite bei. Das registriert Google ebenfalls und wertet es als benutzerfreundlich, da die Besucher lange Ladezeiten als lästig empfinden.

Am Ball bleiben

Solides Wissen über die Funktionsweise von Suchmaschinen ist wichtig. Das kann man sich nur nach und nach aneignen, denn Google posaunt natürlich nicht die neuesten Änderungen am Suchalgorithmus heraus. Über die genauen Inhalte der Updates erhält die Öffentlichkeit absichtlich nur spärliche Informationen. Die Vergangenheit hat gezeigt, das es immer Websitebetreiber gibt, die versuchen, die Suchmaschine zu missbrauchen und sich mit miesen Tricks auf die vorderen Ränge zu schmuggeln, ohne dem Besucher das Gesuchte zu liefern. Dem wirkt Google durch ständige Verbesserung der Suchmaschine mit Erfolg entgegen.

Daher gibt es auch kein dauerhaftes Erfolgsrezept. Das Internet unterliegt einem ständigen Wandel: Neue Webpräsenzen kommen hinzu, veraltete oder schlechte fallen auf die hinteren Ränge, das Nutzerverhalten ändert sich oder ein Google-Update lässt die ein oder andere Site abstürzen.

SEO ist kein Projekt, sondern ein Prozess. Daher muss man das Ranking seiner Internetseite regelmäßig beobachten und die Suchanfragen für die eigenen Keywords im Auge behalten. Als kostenfreie Pflicht-Werkzeuge hierfür sind die Google Search Console und Google-Analytics zu nennen, evtl. noch Google Adwords (zur Keyword-Recherche oder falls man Werbung auf Google schalten möchte). Falls es das Budget hergibt, kann man zusätzlich kostenpflichtige Lösungen von anderen Anbietern hinzuziehen.

Fazit

Mobile Nutzer beachten (fotolia.de – © anyaberkut)

An Google kommt man bislang nicht vorbei, möchte man kommerziellen Erfolg im Internet haben. Gerade wenn die Konkurrenz groß ist, ist eine gute Suchmaschinenoptimierung entscheidend. Man sollte sich darauf konzentrieren, dem Websitebesucher guten Inhalt und reichhaltige Informationen zu bieten.

Wichtig ist auch, ihn nicht mit unnötig langen Ladezeiten zu langweilen. Die mobilen Surfer sollten auch beachtet werden. Wenn die Website den Menschen informiert, unterhält und zum Verweilen einlädt, gefällt sie auch den Suchmaschinen.

Wichtig ist es, immer am Ball zu bleiben und die Rankings der Website regelmäßig zu beobachten. Ändern sich diese zum Negativen, merkt man es, bevor größerer Schaden entsteht, und kann entgegenwirken. Hierbei helfen die zahlreichen Tools von Google oder anderen Anbietern.
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