Webdesign-Glossar: Die gängigsten Begriffe erklärt

Im Webdesign gibt es zahlreiche (englische) Fachbegriffe und deren (oft allzu ähnlich klingende) Abkürzungen. Hier erkläre ich die aus meiner Sicht wichtigsten Fachbegriffe:

Schnellnavigation:

A

Alt-Attribut

B

Barrierefreiheit

Blog

Braillezeile

Browser-Cache

C

CMS (Content Management System)

Content

Cookie

D

Domain

F

FTP (File Transfer Protocol)

H

Homepage

.htaccess-Datei

HTTP (Hypertext Transfer Protocol)

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure)

I

IP-Adresse

L

Landingpage

O

OffPage-Optimierung

OnPage-Optimierung

Open Source

Q

Quellcode (oder auch Quelltext)

R

Ranking

Redesign

Relaunch

Responsive Webdesign

robots.txt-Datei

S

Screenreader

SEA (Search Engine Advertising)

SEO (Search Engine Optimization)

Sitemap

Suchmaschine

Suchmaschinenmarketing

U

URL

W

Webseite

Website

Alt-Attribut

Das Alt-Attribut ist ein alternativer Text für ein Bild, welcher im Quellcode der Website erfasst wird. Dieser Text wird im Browser angezeigt, falls das Bild nicht geladen werden kann. Sehbehinderte Menschen mit einem Screenreader können sich das Alt-Attribut vorlesen lassen. Deshalb wählt man als Alt-Attribut am besten einen Satz, der den Bildinhalt beschreibt. So kann sich der Leser auch ohne Bild vorstellen, was gemein ist. Zudem wird das Alt-Attribut von Suchmaschinen ausgewertet. Das Bild kann somit mit entsprechendem Begriff bei der Bildersuche gefunden werden.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit im Webdesign bedeutet, dass die Website technisch so aufgebaut wird, dass behinderte Menschen (mit entsprechenden Hilfsmitteln) den Inhalt der Website erfassen können. Der Quellcode der Website muss so aufbereitet sein, dass Behinderte mit einem Screenreader durch die Website navigieren können und sich den Text vorlesen oder als Braille-Schrift ausgeben lassen können.

Blog

Blog ist eine Abkürzung für Weblog, das setzt sich zusammen aus Web (engl. für Internet) und Log (für Logbuch). Es handelt sich um eine Art Online-Tagebuch, in dem mindestens ein Verfasser (Weblogger oder Blogger) regelmäßig und in chronologischer Reihenfolge Beiträge (auch Postings oder Posts) veröffentlicht. Diese Beiträge können privater Natur sein oder sich mit einem bestimmten Thema befassen. Der Weblog erscheint wie eine Website im Netz und kann von jedem aufgerufen und gelesen werden. Die beliebteste Software hierfür ist derzeit WordPress. Viele Firmen haben das Bloggen inzwischen als Marketinginstrument für sich entdeckt und betreiben einen Firmenblog (oder Corporate-Blog).

Braillezeile

Es handelt sich um ein Gerät für Blinde und Sehbehinderte, mit dessen Hilfe sie Inhalte im Internet erfassen können. Zunächst wird die Website von einem Screenreader gelesen, dieser überträgt den Text auf die Braillezeile. Elektronisch gesteuerte Stifte stellen den Text nun in Blindenschrift dar, so kann er ertastet werden. Damit das reibungslos funktioniert, muss der Quellcode der Website entsprechend aufgebaut sein.

Browser-Cache

Der Browser-Cache ist der Zwischenspeicher des Browsers. Wenn man eine Website besucht, wird diese vom Browser auf dem Computer gespeichert. Ruft man dieselbe Website später noch einmal auf, kann diese nun viel schneller ausgeliefert werden, da sie nicht erst aus dem Internet heruntergeladen werden muss. Doch das hat nicht nur Vorteile. Gerade wenn es häufige Änderungen an der Website gibt, kann es passieren, dass dem Besucher „veraltete“ Inhalte aus seinen Browser-Cache angezeigt werden. Der Websitebetreiber kann deshalb beeinflussen, wie lange welche Dateien auf dem Computer der Besucher gespeichert werden sollen.

CMS (Content Management System)

Mit einem Content Management System (deutsch: Inhaltsverwaltungssystem) kann man die eigene Website auch ohne Programmierkenntnisse bearbeiten und aktualisieren. Grundkenntnisse in der Datenverarbeitung reichen aus, um Texte und Bilder einzufügen oder anzupassen. Das System wird auf einem Server installiert und man kann über das Internet darauf zugreifen. Weitere Infos zu Content Management Systemen gibt es unter http://www.divo-webdesign.de/cms.html

Content

Beim Content (deutsch: Inhalt) handelt es sich um die Inhalte der Website. Dazu gehören Text, Bilder, Videos und Infografiken im Hauptbereich der Website. Navigation, Kopf- und Fußzeile sowie Inhalte in den seitlichen Spalten (Sidebars) gehören nicht dazu.

Cookie

Ein Cookie (deutsch: Keks) ist eine kleine Textdatei, die beim Besuchen bestimmter Internetseiten auf dem eigenen Computer abgespeichert wird. Darin wird das Nutzungsverhalten und persönliche Daten (z. B. Anmeldedaten) für einen bestimmten Zeitraum gespeichert. Beim Online-Einkauf „merkt“ sich der Online-Shop auf diese Art, welche Produkte z. B. im Warenkorb abgelegt worden sind.

Domain

Die Domain (oder auch Domainname) ist die Internetadresse einer Website. Ein kompletter Domainname sieht z. B. so aus: www.example.com. Sobald weitere Bestandteile dazukommen, wie bei www.example.com/kontakt.html wird die Domain zur URL. Weitere Informationen über den genauen Aubau einer Domain gibt es hier: http://www.divo-webdesign.de/domain.html

FTP (File Transfer Protocol)

Verfahren, um Dateien vom eigenen Computer ins Internet auf einen Server zu laden (Upload) oder um Daten vom Internet auf dem eigenen Rechnen zu speichern (Download). Mit FTP ist es auch möglich, Dateien auf dem Server vom Computer aus umzubenennen oder zu löschen. Hierfür benötigt man ein FTP-Programm.

Homepage

Homepage ist der englische Begriff für Startseite (Heimseite). Damit ist die erste Seite gemeint, die man sieht, wenn die Domain aufgerufen wird (meist index.html oder index.php). Hierzulande hat es sich (fälschlicherweise) eingebürgert, dass man mit dem Begriff „Homepage“ die gesamte Website mit all Ihren Unterseiten bezeichnet.

.htaccess-Datei

Mit einer .htaccess-Datei (englisch: hypertext access) kann man den Server konfigurieren. Es ist möglich, Dateien oder Order zu schützen oder Umleitungen einzurichten. Allerdings muss die Ausführung einer .htaccess-Datei auf dem Server erlaubt sein. Ist es erlaubt, tritt die Konfiguration sofort in Kraft und gilt immer für das Verzeichnis, in dem sich die .htaccess-Datei befindet. Eine .htaccess-Datei, die die komplette Website betrifft, kommt also ins Wurzelverzeichnis. Man kann aber auch z. B. nur das Admin-Verzeichnis vor unbefugtem Zugriff mit einem Passwort schützen.

HTTP (Hypertext Transfer Protocol)

Das Hypertext Transfer Protocol ist ein Anwendungsprotokoll zur Datenübertragung im Internet. Wenn ein Benutzer eine Website ansurft, sendet der Server einen HTTP-Statuscode. Ist alles in Ordnung, wird die Seite ausgeliefert. Tritt z. B. ein Serverfehler auf, wird der Code „500 – Internal Server Error“ ausgeliefert. Wurde eine Seite zwischenzeitlich gelöscht, tritt der Fehlercode „404 – Not Found“ auf. Besucher kriegen diese Fehlercodes doch meistens nicht zu sehen, denn man kann eine eigene Fehlerseite einrichten, die anstatt des Codes ausgeliefert wird.

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure)

wie HTTP (siehe oben) nur erfolgt bei HTTPS die Kommunikation zwischen Server und Browser verschlüsselt.

IP-Adresse

Es handelt sich um eine Internet Protokoll Adresse. Jedes internetfähige Gerät bekommt eine (oder mehrere) einzigartige IP-Adresse(n), um die Geräte eindeutig identifizieren zu können. Sie besteht aus vier Zahlen (jeweiliger Wert von 0 bis 255), die durch einen Punkt getrennt werden. Bei Websites wird die IP-Adresse in einen eindeutigen Domainnamen übersetzt, um sie sich besser merken zu können.

Landingpage

Eine Landingpage (oder auch Leadpage) ist eine spezielle Seite, die passend zu einer Werbekampagne eingerichtet wurde. Ein Besucher gelangt auf diese Seite nachdem er auf eine Werbeanzeige geklickt hat oder die URL auf einem Flyer aufgerufen hat. Die Landingpage wird speziell auf die Zielgruppe und/oder das zu bewerbende Produkt ausgerichtet und dient der Interessentengewinnung. Üblicherweise befindet sich auf dieser Seite eine Handlungsaufforderung (Call-to-Action). Der Besucher soll so gezielt geführt werden und zu Kauf oder Kontaktaufnahme veranlasst werden. Weitere Infos zum Aufbau einer Landingpage gibts in folgendem Artikel: Landingpage: Spezielle Bedürfnisse der Zielgruppe beachten

OffPage-Optimierung

Das sind Maßnahmen, die ein höheres Ranking in den Suchmaschinen erzielen sollen, ohne an der zu optimierenden Website selbst etwas zu ändern. Man versucht, die Reputation der Website im Internet zu erhöhen und von der Suchmaschine als „Experte“ für den eigenen Themenbereich anerkannt zu werden. Gelingt das, werden die eigenen Inhalte vor denen der Mitbewerber angezeigt. Wichtig ist, externe Links zu erhalten, die von themenrelevanten und hochwertigen Websites gesetzt werden.

OnPage-Optimierung

Das Gegenstück zur OnPage-Optimierung: Maßnahmen, die ein höheres Ranking in den Suchmaschinen erzielen sollen, indem man die Website direkt optimiert. Dazu gehört u. a. der technische Aufbau, insbesondere Benutzerfreundlichkeit für Mobilgeräte, schnelle Auslieferung und sprechende URL’s. Aber auch die semantische Auszeichnung der Inhalte, z. B. dass der Quellcode optimiert wird und eine Überschrift erster Ordnung auch als solche ausgezeichnet wird. Am wichtigsten ist allerdings immer noch, hochwertigen Inhalt zu produzieren. Das hilft dann auch gleich bei der OffPage-Optimierung

Open Source

Der Begriff Open Source bezeichnet freie Software. Das bedeutet einerseits, dass man die Software ohne Lizenzkosten für private und kommerzielle Zwecke nutzen darf. Andererseits hat man auch die Möglichkeit, die Software an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und zu verbessern. Diese verbesserte Version kann man wiederum veröffentlichen.

Quellcode (oder auch Quelltext)

Hier handelt es sich um den Programmcode einer Website. Das ist ein Text, der in einer Programmier- oder Auszeichnungssprache geschrieben wurde. Dieser Quellcode (englisch: source code) wird vom Computer verarbeitet und stellt die Website in der beabsichtigten Form dar.

Ranking

In diesem Fall geht es um das Suchmaschinen-Ranking: Das bezeichnet die Reihenfolge, in welcher die Suchergebnisse in einer Suchmaschine angezeigt werden. Je weiter oben die eigene Website beim passenden Suchbegriff auftaucht, desto besser. Um das zu erreichen kann man Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung ergreifen.

Redesign

Ein Redesign ist die Neugestaltung einer bestehenden Website. Es bezieht sich hauptsächlich auf das Erscheinungsbild. Die Website soll meist moderner und benutzerfreundlicher werden. Kleinere strukturelle Änderungen, wie z. B. entfernen veralteter Inhalte, können auch vorgenommen werden.

Relaunch

Ein Relaunch dient wie das Redesign der Modernisierung einer Website. Nur werden hier tiefergreifende Änderungen vorgenommen. Es wird nicht nur das Erscheinungsbild modernisiert, sondern auch die Struktur der Website verbessert.

Responsive Webdesign

Diese Technik macht es möglich, dass die Website sich an die unterschiedlichen Endgeräte flexibel anpasst. Auf einem Smartphone oder Tablet werden die Inhalte beispielsweise reduziert und/oder andes angeordnet dargestellt, als am Computer. Weitere Informationen gibt es unter http://www.divo-webdesign.de/responsive-webdesign.html

robots.txt-Datei

In dieser Textdatei können Informationen für Suchmaschinenroboter hinterlegt werden, z. B. welche Seiten oder Inhalte nicht indexiert werden sollen. Diese Datei wird im Wurzelverzeichnis der Website abgelegt.

Screenreader

Ein Screenreader ist ein Bildschirmleseprogramm für behinderte Menschen. Entweder wird der Text dem Blinden vorgelesen oder auf einer Braillezeile dargestellt, so dass die Infos ertastet werden können.

SEA (Search Engine Advertising)

Search Engine Advertising ist der englische Begriff für Suchmaschinenwerbung und ist neben der Suchmaschinenoptimierung ein Teil des Suchmaschinenmarketings. Bei SEA handelt es sich um bezahlte Werbeanzeigen, die neben den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt werden. Man hat auch die Möglichkeit, eigene Anzeigen auf gut besuchten, themenrelevanten Websites zu schalten.

SEO (Search Engine Optimization)

Mit SEO (deutsch: Suchmaschinenoptimierung) versucht man, in den organischen Suchergebnissen der Suchmaschinen eine höhere Sichtbarkeit zu erreichen. Das kann nur erreicht werden, indem die eigene Website mittels OnPage-Optimierung verbessert wird und externe Maßnahmen zur OffPage-Optimierung ergriffen werden. Im Gegensatz zur SEA (Search Engine Advertising) kann man hier nicht mit Geld Einfluss auf die Platzierung nehmen.

Sitemap

Eine Sitemap ist eine Art Inhaltsverzeichnis der ganzen Website. Einerseits gibt es eine Sitemap für Besucher, die diese Seite aufrufen können um einen besseren Überblick über die Website zu erhalten und zu navigieren. Andererseits gibt es eine XML-Sitemap speziell für Suchmaschinenroboter.

Suchmaschine

Programm, mit Hilfe dessen man Inhalte im Internet suchen kann. Suchmaschinenroboter besuchen alle Seiten im Internet und speichern diese im Suchmaschinenindex ab.

Suchmaschinenmarketing

Maßnahmen, um mit der eigenen Website ein besseres Ranking in den Suchmaschinen zu erzielen. Suchmaschinenmarketing unterteilt sich in Suchmaschinenwerbung (SEA) und Suchmaschinenoptimierung (SEO). SEO wiederum wird in OnPage-Optimerung und OffPage-Optimierung unterteilt.

URL

URL ist die Abkürzung für Uniform Resource Locator. Die URL identifiziert eine Website eindeutig. Umgangssprachlich nennt man die URL auch Webadresse oder Internetadresse.

Webseite

Eine Webseite (oder auch Internetseite) ist eine einzelne Unterseite (z. B. kontakt.html) einer kompletten Website. Oft wird der Begriff auch fälschlicherweise für eine gesamte Website verwendet.

Website

Eine Website ist eine gesamte Internetpräsenz mit allen Unterseiten.